Die meisten Betrügereien an der Haustür drehen sich um so genannte Haustürgeschäfte. Wer kennt nicht die Drückerkolonne: Ein Mann braucht Ihre Hilfe. In Form von Abos oder Raten-Kaufverträgen.
Wer nach dem Abschluss eines solchen Geschäftes den Eindruck hat, er wurde betrogen sollte sich zur Sicherheit bei der Polizei informieren. Meist gilt die übliche 14-tägige Möglichkeit zurückzutreten. Aber nur solange man nicht für eine Vereinsmitgliedschaft angeworben wurde, oder den Vertreter gar selbst bestellt hat.
Nicht alles ist also Betrug. Sicherheit entsteht hier vor allem im selbstbewussten Umgang mit aufdringlichen Vertretern.
Lassen Sie sich nichts andrehen!
Mit folgenden Tipps brauchen Sie sich nicht "überfahren" zu lassen und behalten die Situation im Griff.
- Bevor Sie die Tür öffnen, sehen Sie sich den Besucher durchs Fenster oder den Türspion genau an. Legen Sie Sperrriegel oder die Türkette vor.
- Lassen Sie keine Fremden in Ihre Wohnung. Bestellen Sie Unbekannte später wieder, wenn eine Vertrauensperson dabei ist.
- Wehren Sie zudringliche Besucher entschlossen ab! Werden Sie laut oder rufen Sie um Hilfe.
- Von Amtspersonen sollten Sie immer den Dienstausweis verlangen. Wichtig: Druck, Foto und Stempel. Wenn Sie im Zweifel sind, rufen Sie bei der Behörde an. Holen Sie die Telefon Nr. dafür selber ein.
- Handwerker sollten Sie nur in die Wohnung lassen, wenn Sie sie selber bestellt haben. Die Hausverwaltung kündigt Handwerker in der Regel an.
- Niemals unter Zeitdruck unterschreiben! Lassen Sie sich nie drängen oder verwirren!
- Lesen Sie Vertragsbedingungen gründlich durch und lassen sie sich bei Bedarf erklären.
- Leisten Sie niemals Unterschriften für angebliche Geschenke oder Besuchsbestätigungen.
- Achten Sie bei der Unterschrift immer auch auf die Datumsangabe.
- Die Belehrung über das Widerrufsrecht muss stets extra unterschrieben sein. Fehlt das Datum oder ist ein Vertrag falsch datiert, wird die Durchsetzung Ihres Widerspruches erschwert.
- Fordern Sie eine Kopie des Vertrags mit Adresse und Namen des Vertragspartners.
- Nehmen Sie für Nachbarn nichts entgegen: keine Nachnahmesendungen oder Lieferungen gegen Zahlung. Es sei denn, Sie wurden von denen darum gebeten.
- Prüfen und vergleichen Sie Angebote genau. Lassen Sie sich gerade durch bedrängende "Hinweise" (Beispiel: "Dieses Angebot gilt nur noch heute!") auf keinen Fall unter Druck setzen.
- Wechseln Sie niemals Geld an der Haustür. Sie könnten - beispielsweise durch Falschgeld - betrogen werden.
- Denken Sie daran: Banken, Sparkassen, Polizei oder andere Behörden schicken Ihnen nie "Geldwechsler" oder "Falschgeld-Prüfer" ins Haus. Verständigen Sie umgehend die Polizei.