Mit schnellen Tippelschritten nähert sich die alte Dame der Tür und lauscht. Sie legt den Kopf schräg und kneift die Lippen zusammen.
Schritte nähern sich der Tür und Miss Marple wackelt eilig davon. Ihr Kopf und ihr Doppelkinn hüpfen mit.
Eine eigenwillige Persönlichkeit prägt Miss Jane Marple. Die berühmte Romanfigur von Agatha Christie hat einen eisernen Willen und bestimmt immer, wo es lang geht. Ganz anders als ihre männlichen Kollegen entspricht sie so gar nicht dem klassischen Detektivbild. Aber gerade das weiß sie stets zu ihrem Vorteil zu nutzen.
Die strickende alte Dame, die gerne ein wenig herumlästert, wird von ihren Gegenspielern meist weit unterschätzt. Aber mit ihrem wachen Blick und einem unstillbaren Interesse für alles und jeden, kann sie sich in einen Fall richtig festbeißen.
Immer bemerkt sie dabei Kleinigkeiten, die die bürokratischen Polizeikommissare übersehen.
Miss Marple ist etwa 65 Jahre alt und lebt in einem erfundenen Dorf in der Nähe von London. Und immer steht sie mitten drin, wenn es um Verbrechen geht: 16 Morde klärt die enthusiastische Hobby-Detektivin in ihrer Laufbahn auf. Stets macht sie sich mit Eingebung, Menschenkenntnis, Humor und einer glücklichen Hand an Fälle, die für die Polizei nicht von Interesse sind.
Wie jeder gute Detektiv denkt sie über die kleinste Kleinigkeit intensiv nach,
bestimmt dann resolut den Weg für die weitere Vorgehensweise und kommt mit der ihr eigenen Beharrlichkeit zum Ziel.
In den Büchern ist Miss Marple eine große, blasse Frau. In den vier Miss-Marple-Filmen spielt die zur Legende gewordene Margaret Rutherford eine kleine etwas pummelige ältere Dame.
Außerdem bekommt sie dort einen Begleiter zur Seite gestellt: Den Bibliothekar Mister Stringer, mit dem Margaret Rutherford im wahren Leben verheiratet war.