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Detektiv Ausbildung: wie werde ich Privatdetektiv?

Sie wollen werden wie James Bond? Auch Ermittler kann man lernen - denn es braucht mehr als Charme und Coolness. Die Ausbildung als Detektiv/in ist jedoch rechtlich noch nicht geregelt. Sie basiert auf der Gewerbeordnung aus dem Jahre 1869 - jeder kann als Privatermittler tätig werden. Das Berufsbildungsgesetz kennt die Bezeichnung und damit den Beruf des Detektives noch nicht. Die Branche hat bisher keine gesetzliche Regelung erwirken können.

Welche Ausbildung benötigt ein Detektiv?

Dieser Freiraum hat mehrere Ursachen. Zum Teil liegt es an der geringen Anzahl der in Deutschland arbeitenden Detektive. Es sind angeblich nur um die tausend. Bisher vertritt noch keine Lobby ihre Interessen.

Eine weitere Bremse dürften die unterschiedlichen Berufsverbände sein. Sie konnten sich bisher nicht auf verbindliche Anforderungen einigen.

Die Zentralstelle für die Ausbildung im Detektivgewerbe (ZAD), die TÜV-Akademie, die IHK und private Ausbildungsinstitute bieten jedoch Ausbildungen an. Sie enden mit internen Abschlussprüfungen. Was danach für den Detektiv aber entscheidend sein wird, ist sein Ruf.

Fakten zur Detektivausbildung

  • Die Dauer der Ausbildung beträgt meist einige Monate bis zu 2 Jahren, je nach gewähltem Kursplan.
  • Durch die Gewerbefreiheit darf jeder Deutsche ein Gewerbe als privater Ermittler ausüben. - Formlose Anmeldung beim Gewerbeamt genügt.
  • Das Spektrum reicht von kurzen Seminaren bis hin zu mehrjährigen Fernkursen.
  • Wahlweise werden verschiedene Seminare angeboten.
  • Detektivbüros bieten für interessierte Berufsanfänger Praktika an.
  • Nicht jeder Verband erkennt jede Ausbildung an. Die Verbände stehen diesen Kursen teils skeptisch gegenüber.

Ein gut Teil der Skepsis ist Konkurrenzdenken seitens der eingesessenen Veteranen.

Woher kommt das Handwerk?

Ausbildung zum Detektiv: SpurensucheDennoch haben die meisten Detektive "ihr Handwerk" gelernt. Als ehemalige Angestellte beim Bundeskriminalamt oder beim Militärischen Abschirmdienst. Andere kommen vom Verfassungsschutz, der Bundeswehr oder der Polizei und werden dann erst Detektiv. Ausbildung heißt derzeit vor allem: Langjährige Berufspraxis und Quereinstieg.

Heute profitieren sie von ihren Kenntnissen, sind aber oft nicht so eingeschränkt wie offizielle Stellen. Diese dürfen erst bei akutem Handlungsbedarf einschreiten. Zudem sind sie technisch nicht immer auf dem neuesten Stand. Letztlich bleibt unter dem Strich übrig, dass sich jeder seine Lizenz selbst erteilen kann. Der Beruf ist nicht geschützt.

Dem Kunden bleibt damit nur das Vertrauen in den guten Ruf einer Detektei. Eine guter Leumund und Empfehlungen wiegen in dieser Sparte alle Abschlüsse auf. Kaum woanders zählt der zufriedene Kunde soviel wie hier.

Vorbeugen und Beraten

Wer in seine Detektiv - Ausbildung  investieren will, sollte bedenken: Heute ist nicht mehr nur Technik gefragt. Gerade in der Wirtschaft geht es mehr und mehr um Beratung. Vor allem große Unternehmen suchen nach Lösungen, die nicht nur auf Ermittlung basieren sondern Schädigungen vorbeugen sollen.

Hier geht es um Qualitätsmanagement im Sicherheitsbereich.

Links zum Thema:

  • Zentralstelle für die Detektivausbildung: www.z-a-d.de
  • TÜV Rheinland bietet Ausbildung und Lehrgänge: www.tuv.com
  • Bundesverband Deutscher Detektive e.V. vertreibt u.a. Schulungshefte und Leitfäden für (werdende) Ermittler: www.bdd.de oder direkt zu den Broschüren

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