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Werkspionage

Wenn im Betrieb der Verdacht auf Weitergabe von Interna an andere aufkommt, dann heißt es schnell handeln. Sonst kann eine geschäftsschädigende Praxis den Schaden in die Hunderttausende gehen lassen und den Bestand der Firma gefährden.

Das sollte Sie aufmerken lassen

Erste Indizien für Werksspionage können sein:

  • zu "perfekte" Gegenangebote bei Ausschreibungen
  • preisliche oder produktionsbezogene Entscheidungen von Konkurrenten, die auffällig stark mit Ihren eigenen Entscheidungen korrespondieren.
  • Ein Geschäftspartner zeigt sich negativ überrascht, dass ein bestimmter Mitarbeiter trotz seines schlechten Rufes bei Ihnen arbeitet.

Das können Sie vom Detektiv erwarten

Nehmen wir an, in der Firma gibt es kritische Daten und auf dem Markt merkliche Konkurrenz. (Andernfalls ist Werksspionage wenig wahrscheinlich). Und nehmen wir an, Sie engagieren eine Detektei. Zu den wichtigsten Aufgaben eines Detektives gehört es nun

  • die technischen Kommunikatonswege nach undichten Stellen abzusuchen. Wird die Firma abgehört? Wurde das Firmen-Netzwerk gehackt? "Wanzen" (Kleine Funkmikrofone) oder Minikameras können mit speziellen Geräten aufgespürt werden
  • die Kommunikationswege der Mitarbeiter zu prüfen
  • Szenarien möglicher krimineller Motive zu erstellen

Möglicherweise stellt sich heraus: Der vermeintlich langjährig treue Mitarbeiter arbeitet bereits seit Jahren für die Konkurrenz oder für eigene Interessen. Ganz einfach und bequem von seinem Schreibtisch aus - mitten in Ihrer Firma. Was kann man da tun? Die häufig einfachste Lösung ist der Einsatz versteckter Minikameras und Mikrofone. So lässt sich im Falle des Falles genau nachweisen, welche geheime Daten (Preise, Kundendaten sonstige Unterlagen) an die Konkurrenz weitergegeben wurden.

Das können Sie präventiv tun

  • Gutes Betriebsklima. Sprechen Sie mit den Angestellten. Je mehr Sie wissen, desto besser: Wer hat Geldprobleme? Wer hat Ärger in der Familie? Wer ist mit seiner Stelle nicht zufrieden?
  • Je nach Größe des Betriebs gilt gleiches für die leitenden Angestellten.
  • Vorbeugen. Sparen Sie nicht an der Computersicherheit. Ändern Sie regelmäßig Passwörter. Auch eine ausführliche Telefonrechnung liefert wichtige Daten. - Vorausgesetzt, sie wird auch ausgewertet.
  • Kontrolle. Machen Sie Stichproben! Wenn es jeder MA gewohnt ist, dass der Chef überall reinschaut, herrscht schon deshalb mehr Ordnung.

Wer geht, ist ein Risiko

Jeder Mitarbeiter, der die Firma verlässt, ist ein Risiko. Er kann eine Vielzahl von Informationen auf Datenträgern abspeichern und diese dann dem neuen Arbeitgeber als Einstieg präsentieren.

So mindern Sie das Risiko:

  • Fertigen Sie ein Übergabeprotokoll an. Der scheidende MA muss es unterschreiben.
  • Ändern Sie sofort Codes und Passwörter.
  • Erlauben Sie nie, dass jemand kritische Daten zu Hause bearbeitet.

Schätzungen zufolge beträgt der jährliche Schaden durch Werks- und Industriespionage etwa 4-10 Milliarden Euro. Andere Experten schätzen ihn mit den Folgeschäden und dem gesellschaftlichen Gesamtschaden sogar auf einen dreistelligen Milliardenbetrag. Exakte Angaben über das Ausmaß von Konkurrenzspionage gibt es aber nicht. Die Dunkelziffer ist aller Erfahrung nach sehr hoch, da die betroffenen Unternehmen in der Regel kein Interesse daran haben, in die Öffentlichkeit zu gehen.

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